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Die schockierend einfache Formel der finanziellen Freiheit
Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie in zehn Jahren vermögend genug werden, um finanziell frei zu sein und nicht mehr arbeiten zu müssen.
Es gibt im Internet eine Vielzahl von Informationen zu Online-Arbeit von zuhause aus, lukrativen Nebenjobs, passivem Einkommen, Immobilieninvestments, heißen Aktien und Trading-Strategien, Frugalismus und Spartipps, dem richtigen Geld-Mindset, Geheimtipps die zu schnellem Reichtum verhelfen sollen, und vielem mehr.
Gleichzeitig sind die persönliche Situation, Einkommen und Lebenshaltungskosten jedes Einzelnen individuell unterschiedlich.
Beim Thema finanzielle Freiheit neigen die meisten dazu, überfordert zu sein und Dinge zu sagen wie:
„Ja, das ist alles schön und gut für andere, aber woher weiß ich, wann ich genug Geld haben werde, um finanziell frei zu sein und meinen Job zu kündigen?“
Nun, ich habe eine Überraschung für Sie. Es stellt sich heraus, dass, wenn man es genau nimmt, Ihr Zeitraum bis zum Rente nur von einem einzigen Faktor abhängt:
Ihre Sparquote als Prozentsatz Ihres Nettogehalts
Um es noch etwas genauer aufzuschlüsseln: Ihre Sparquote wird ausschließlich von diesen beiden Faktoren bestimmt:
Wie viel Sie jedes Jahr verdienen
Wie viel Sie zum Leben brauchen
Während die Zahlen selbst recht intuitiv und einfach herauszufinden sind, ist die Beziehung zwischen diesen beiden Zahlen etwas überraschend.
Wenn Sie 100% (oder mehr) Ihres Einkommens ausgeben, werden Sie nie finanziell frei sein und in Rente gehen können, es sei denn, jemand anderes spart für Sie (der Staat, wohlhabende Eltern/Erbe, Sozialversicherung, Pensionskasse usw.). Ihre berufliche Laufbahn wird also unendlich sein.
Wenn Sie 0% Ihres Einkommens ausgeben (Sie leben gewissermaßen umsonst) und dies auch nach der Pensionierung beibehalten können, können Sie jetzt in Rente gehen. Die Dauer Ihrer beruflichen Laufbahn kann also bei Null liegen.
Dazwischen gibt es einige sehr interessante Überlegungen. Sobald Sie anfangen, Ihr Geld zu sparen und zu investieren, fängt es von ganz allein an, Geld zu verdienen. Dann fangen die Erträge aus diesen Erträgen an, ihr eigenes Geld zu verdienen. Es kann mit der Zeit zu einer sich exponentiell verstärkenden Einkommenslawine werden.
Sobald dieses Einkommen ausreicht, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und gleichzeitig jedes Jahr genügend von den Erträgen investiert bleibt, um mit der Inflation Schritt zu halten, können Sie in Rente gehen.
Wenn Sie die Sache mit der „Sparquote“ in einem Diagramm darstellen würden, wäre es keine gerade Linie, sondern ein schön exponential gekrümmtes Diagramm, etwa so:
Jahre bis zur Rente vs. Sparquote (Screenshot von Frugalisten.de)
Wenn Sie einen hohen Prozentsatz Ihres Nettogehalts sparen, z.B. 50%, und von den verbleibenden 50% leben, sind Sie in einer angemessenen Anzahl von Jahren „angekommen“ (auch bekannt als „finanziell unabhängig“) – laut dieser Berechnung, in etwa 16 Jahren.
Nehmen wir also die Grafik oben und machen sie noch einfacher. Ich mache ein paar konservative Annahmen für Sie und Sie können sich einfach darauf konzentrieren, den größtmöglichen Prozentsatz Ihres Nettogehalts zu sparen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine ungefähre Schätzung, wie viele Jahre Sie brauchen werden, um finanziell unabhängig zu sein.
Annahmen:
- Sie können während Ihrer Sparjahre 5% Anlagerendite nach Inflation erzielen
- Nach der Pensionierung leben Sie von der „sicheren Entnahmerate von 4%“, haben jedoch während Rezessionen eine gewisse Flexibilität bei Ihren Ausgaben.
- Da Sie möchten, dass Ihr Vermögen ewig reicht, werden Sie nur die Gewinne verbrauchen, damit dieses Einkommen Sie auch siebzig Jahre lang ernähren kann. Betrachten Sie diese Annahme einfach als eine nette, großzügige Sicherheitsmarge.
Hier sehen Sie, wie viele Jahre Sie bei einer Reihe möglicher Sparquoten arbeiten müssen, ausgehend von einem Nettovermögen von null:
Sparquote in %
|
Arbeitsjahre bis zur Rente
|
5
|
66
|
10
|
51
|
15
|
43
|
20
|
37
|
25
|
32
|
30
|
28
|
35
|
25
|
40
|
22
|
45
|
19
|
50
|
17
|
55
|
14,5
|
60
|
12,5
|
65
|
10,5
|
70
|
8,5
|
75
|
7
|
80
|
5,5
|
85
|
4
|
90
|
unter 3
|
95
|
unter 2
|
100
|
Null
|
Die Ergebnisse sind ziemlich erstaunlich, vor allem am "Normalo“-Ende des Spektrums. Eine Mittelklassefamilie mit einem Nettoeinkommen von €40.000, die 10% ihres Einkommens (€4.000) spart, liegt in Deutschland im Durchschnitt. Aber leider ist „durchschnittlich“ ziemlich schlecht, da diese Familie auf dem besten Weg ist, 51 Jahre lang arbeiten zu müssen (ohne sich auf staatliche Rente zu verlassen).
Doch wenn sie einfach auf ein paar Essen im Restaurant und Starbucks-Kaffees verzichten würden (angenommene Ersparnis von €167 im Monat), würde ihre Sparquote sofort auf 15% steigen und sie könnten 8 Jahre früher in Rente gehen!! Sind Restaurant-Essen und Starbucks es wert, dass zwei Einkommensbezieher jeweils acht Jahre länger arbeiten???
Das Wichtigste dabei ist, dass eine Reduzierung Ihrer Ausgaben viel wirksamer ist als eine Erhöhung Ihres Einkommens. Der Grund dafür ist, dass jede dauerhafte Reduzierung Ihrer Ausgaben einen doppelten Effekt hat:
- Es erhöht den Betrag, der Ihnen jeden Monat zum Sparen übrig bleibt
- und es verringert dauerhaft den Betrag, den Sie jeden Monat für den Rest Ihres Lebens benötigen
Ihr passives Einkommen steigt also aufgrund des größeren Vermögens, den Sie durch Investitionen haben, und Sie können Ihren Bedarf leichter decken, da Sie effizienter leben können und daher weniger benötigen.
Wenn Sie innerhalb von 10 Jahren in Rente gehen möchten, liegt die Formel direkt vor Ihnen – leben Sie einfach von 35% Ihres Nettogehalts. Dass dies durchaus möglich ist, können Sie sich verdeutlichen, wenn Sie überlegen, dass es auch Leute gibt, die nur ein Drittel ihres Einkommens verdienen, und die kommen auch zurecht. Wenn Ihnen dies zu extrem und unerreichbar erscheint, ist es Ihnen einfach nicht wichtig genug. Wenn Sie auf Ihren täglichen Komfort nicht verzichten wollen, müssen Sie halt 20 oder 30 Jahre länger arbeiten, das bleibt ganz Ihnen überlassen. Aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein.
Eine solche ‚extreme’ Lebensweise wird immer nur von einer kleinen Minderheit verfolgt werden und nie Mainstream werden, da die meisten der Meinung sind, sich ihren Luxus ‚verdient haben’ oder zeigen müssen, und nicht bereit sind, auf etwas zu verzichten. Selbst wenn die Mehrheit vom Erreichen der finanziellen Freiheit erfahren sollte, werden die Leute zu sehr damit beschäftigt sein, sich darüber zu beschweren, dass es nicht geht, anstatt herauszufinden, wie es geht.
Die Zahlen sind simple Mathematik, es bleibt Ihnen überlassen, was Sie daraus machen.
(übersetzter und leicht angepasster Artikel von Mr. Money Mustache, Autor des exzellenten Finanzblogs www.mrmoneymustache.com)